Ein Leben auf Hochtouren – Ligusterschwärmer

Dank der Ortsgruppen Kempen und Nettetal kann man die Entwicklung des Nachschwärmers auf dem NABU-Naturschutzhof bestaunen.

In Kooperation der NABU Ortsgruppen Kempen und Nettetal kann man zurzeit die Entwicklung des Nachschwärmers im Seminarraum auf dem NABU-Naturschutzhof in Nettetal-Sassenfeld bestaunen.

Der Ligusterschwärmer Sphinx ligustri ist einer der größten Nachschwärmer mit einem etwa sechs Zentimeter langem Körper und einer Spannweite von 80 bis 120 Millimetern.

Auf dem NABU-Naturschutzhof kann man die Raupen in ihren Entwicklungsstadien beobachten. Die anfänglich geschlüpften Raupen von einer Größe von wenigen Millimetern werden bis zu 100 Millimeter lang. Durch ihre intensiven Farben und das große Analhorn ist es eine imposante Raupe, die man trotz ihrer Größe nur sehr selten zu Gesicht bekommt.

Wie der Name schon sagt, leben die Raupen bevorzugt auf Liguster, einer häufigen Heckenpflanze, aber auch Flieder und Esche stehen auf dem Speiseplan.

Die ausgewachsene Raupe verpuppt sich tief in lockerer Erde und überwintert dort bis zum Frühsommer. Dann graben sich die Falter aus der Erde und brauchen einige Stunden, bis sie flugbereit sind.

Der Falter ist ab der späten Dämmerung bis in die Nacht aktiv und fliegt duftende Blüten an. Mit schnellem Flügelschlag kann er in der Luft vor der Blüte stehend mit seinem fast körperlangen Rüssel den Nektar saugen. Nach der Paarung legt das Weibchen bis zu 200 Eier auf die Blattunterseite der Wirtspflanze.

Da die Tiere nur wenige Wochen leben, sind sie ständig auf Hochtouren um Nektar zu finden und für weiteren Nachwuchs zu sorgen. 

Da man die Tiere in freier Wildbahn nur selten zu Gesicht bekommt, lohnt sich ein Besuch besonders!